Familie Hartbrodt
2017 konnten drei Bücher aus dem Besitz der Familie Hartbrodt zurückgegeben werden. Die Bände wurden auf Wunsch der Erben der Stiftung Neue Synagoge - Centrum Judaicum in Berlin übergeben.
Die enthaltenen Spuren konnten eindeutig der Familie Hartbrodt zugeordnet werden. Bei dem einer Frau Hartbrodt gewidmeten Buch bleibt allerdings unklar, welchem konkreten Familienmitglied es zuletzt gehörte. Die zwei weiteren Bücher gehörten dem am am 21. Juli 1924 in Berlin geborenen Erich Lutz Hartbrodt. Er flüchtete 1939 nach Großbritannien und überlebte so die Shoah. Die Hartbrodts waren im nationalsozialistischen Deutschland als jüdisch verfolgt.
Das Buch von Frau Hartbrodt stammt aus dem von der Berliner Stadtbibliothek 1943 getätigten Ankauf von Büchern der deportierten Berliner Juden. Die Bücher von Erich Lutz Hartbrodt wurden 1945 als "Geschenke" erfasst. Es ist anzunehmen, dass diese Bücher ebenfalls zu diesem Ankauf gehörten.
Die Objekte auf lootedculturalassets.de
- Gredinger, Erich: Untersuchungen über die Geheimmittel gegen die "gefährlichen Tierkrankheiten" : Ein Beitrag zur Regelung der Geheimmittelfrage im neuen Reichsarzneimittelgesetz. Leipzig: Pfau, 1934.
- Mendelssohn, Moses: Der Mensch und das Werk : Zeugnisse / Briefe / Gespräche. Berlin: Welt-Verl., 1929.
- Die fünf Bücher der Weisung. Berlin: Schneider, 1930.