Curt Weissenberg

Stempel: "Dr. Curt Weissenberg

Rechtsanwalt am Kammergericht

Berlin W. 9, Linkstraße 13

Fernspr.: Lützow 5396"

Autogramm: "Dr Weissenberg"

Curt Weissenberg wurde am 25. April 1892 in Berlin geboren. Seine Eltern waren die aus Kattowitz stammenden Amalie Weissenberg geb. Weissenberg (1867-1929) und Hirschel Weissenberg (1851-1924).

Curt Weissenberg studierte Jura in Greifswald und Berlin und wurde Rechtsanwalt am Kammergericht in Berlin und Notar. Seine Kanzlei befand sich in der Nettelbeckstraße 7/8. Er selbst lebte seit 1910 in der Rosenheimer Straße 29a in Berlin-Schöneberg. Am 13. August 1931 heiratete er in Beuthen die dort am 9. Juni 1909 geborene Ruth Henriette Weissenberg. Das Paar hatte eine Tochter, die am 8. Mai 1934 in Berlin geborene Steffi Amalie Weissenberg.

Im nationalsozialistischen Deutschland war die Familie Weissenberg als jüdisch verfolgt. 1935 wurde Dr. jur. Curt Weissenberg das Notariat entzogen, 1938 wurde er mit dem allgemeinen Berufsverbot für jüdische Rechtsanwälte belegt. Ruth Weissenberg musste Zwangsarbeit bei der Zeiss Ikon AG in Berlin-Friedenau leisten. Ende Oktober 1941 wurden wurden Curt Weissenberg, Ruth Henriette Weissenberg und Steffi Amalie Weissenberg in das Sammellager Levetzowstraße in Berlin-Moabit verbracht. Am 14. November 1941 wurde die Familie in das Ghetto Minsk verschleppt und dort ermordet. Genaue Todesdaten sind nicht bekannt.

Die zu Dr. Curt Weissenberg ermittelten Provenienzmerkmale und Objekte sind hier in der Kooperativen Provenienzdatenbank Looted Cultural Assets verzeichnet.

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